Sie ist groß und bestens vernetzt – eine Krise der US-Bank JP Morgan Chase hätte fatale Folgen für das Weltfinanzsystem. Auch die Deutsche Bank zählt laut Regulierern zu den fünf gefährlichsten Banken weltweit.

Keine andere Bank ist für die Stabilität des globalen Finanzsystems so wichtig wie JP Morgan Chase – und keine ist so gefährlich wie die USBank. Zu dieser Einschätzung kommt der Finanzstabilitätsrat (FSB).

In der Liste der 30 global systemrelevanten Banken (G-SIB) ist JP Morgan das einzige Institut in der obersten Kategorie, teilte der FSB in Basel mit. Die US-Großbank muss damit 2,5 Prozentpunkte mehr Kapital vorhalten als eine gewöhnliche Bank. Die bisher als ähnlich wichtig eingestufte US-Bank Citigroup wird nur noch in der zweiten Kategorie geführt, in der ein Kapitalaufschlag von zwei Prozent erforderlich ist.

Die Citigroup steht damit in einer Reihe mit der Deutschen Bank, der Bank of America und der britischen HSBC.

Der FSB bewertet die Banken nicht allein nach ihrer Größe, sondern auch nach dem Risiko, das in ihren Geschäften steckt und daran, wie vernetzt sie im Finanzsystem sind. Das ist entscheidend dafür, welche Folgen ihre Schieflage für die ganze Branche und darüber hinaus hätte. Die “G-SIB”-Liste wird einmal jährlich aktualisiert.

Die französische Bank BNP Paribas wurde aus der zweiten in die dritte Kategorie der global systemrelevanten Banken zurückgestuft. Dort finden sich auch drei chinesische Häuser, zwei mehr als vor einem Jahr. Zur ICBC gesellten sich die Bank of China und die China Construction Bank. Groß waren sie immer schon, sie sind nun aber stärker mit dem internationalen Finanzsystem verwoben.